Die Vielfalt der Puppenwelt

Konzeption: Susanne Koschig
ab 5 Jahre | Dauer: 60 min
mit Susanne Koschig, Katharina Patzelt und Andreas Herrlich

Handpuppen, Marionetten, Stabfiguren, Vierfüßler, Tischfiguren und Klappmäuler

Wir zeigen, wie Hände zu Figuren und Dinge zum Leben erweckt werden; wir stellen Puppenarten und Spieltechniken vor, die im Anschluss selbst ausprobiert werden können. Mit dabei sind zahlreiche Puppen aus dem Fundus des Theaters Waidspeicher, die sich freuen, einmal wieder auf der Bühne zu sein. Auch unsere Bühnentechnik ist dabei. Mit Blitzlicht und Donnerblech, Wind- und Nebelmaschine können kleine und große Besucher miterleben, wie Theatereffekte entstehen.

Abends zieht der Mond die Strümpfe aus

von Kristine Stahl | Uraufführung
Puppentheater ab 3 Jahre | Dauer: 40 Minuten
Regie und Gesamtausstattung: Kristine Stahl
Mitarbeit Ausstattung: Nadine Wottke
Puppen: Kathrin Sellin
Es spielen: Kathrin Blüchert, Tomas Mielentz

Eine Geschichte über die Angst vor der Dunkelheit

„Papaaa. Ich kann nicht einschlafen!“ ruft es immer wieder aus dem Kinderzimmer. Dabei hat Papa schon zwei Mal vorgelesen, vier Lieder gesungen und drei Mal die Decke aufgeschüttelt. Irgendwann muss doch mal Schluss sein! Klapp, die Tür ist zu. Das Licht ist aus! Doch wer will schon allein im Dunkeln sein, allein mit den Schatten an der Wand, allein mit all den Strumpfungeheuern unterm Bett, die plötzlich lebendig werden? Wie gut, dass es den alten Mond gibt, der sich im Dunkeln bestens auskennt und viele Geschichten zu erzählen weiß.

Die Inszenierung wird im Rahmen einer Projektförderung unterstützt durch die Sparkassenstiftung Erfurt.

Leon Pirat

von Christine Nöstlinger
Puppentheater ab 4 Jahre | Dauer: 55 Minuten

Regie und Spielfassung: Kristine Stahl
Ausstattung: Carsten Bürger
Musik und Sound: Udo Hemmann
Es spielen: Kathrin Blüchert, Paul Günther

Ein Vater und sein Sohn finden einen unerwarteten Schatz

Glücklich ist, wer Pirat ist! Glücklich ist, wer einen Piraten zum Vater hat und später selbst mal Kapitän werden soll! Oder doch nicht? Leon ist Sohn eines Piraten und endlich alt genug, um mit auf das Schiff zu dürfen. Die Aufgaben hier sind klar verteilt: Der Dicke kocht, der Lange putzt und der Kapitän hält Ausschau. Und Leon selbst soll lernen, wie man Kapitän wird. Aber Leon möchte nicht Kapitän werden, sondern lieber kochen. Sein Lieblingsort ist die Kombüse, wo er dem Dicken über die Schulter schaut. Als dann eines Tages erst der Koch und nach und nach die ganze Mannschaft über Bord gehen, hat Leon die einmalige Chance zu zeigen, was er kann.

Die Inszenierung wurde im Rahmen einer Projektförderung unterstützt durch die Sparkassenstiftung Erfurt.

Vier Märchen von Himmel und Erde

aus Frankreich, Grönland, Russland und Nordamerika | in einer Spielfassung von Martin Vogel
Uraufführung | Puppentheater ab 5 Jahre | Dauer: 70 Minuten
„Steinsuppe” von Anaïs Vaugelade, aus dem Französischen von Tobias Scheffel
„Die Knochenfrau” nach Motiven eines Märchens der Inuit
„Die schlanke Birke” nach einem russischen Märchen
„Die goldenen Kraniche” nach einem nordamerikanischen Indianermärchen

Regie: Martin Vogel
Gesamtausstattung: Nadine Wottke
Komposition, Sound und Musikalische Einstudierung: Andres Böhmer
Es spielen: Kathrin Blüchert, Paul Günther, Tomas Mielentz, Maurice Voß

Vier Geschichten. Vier Puppenspieler. Vier Märchen aus vier Himmelsrichtungen erzählen von Begegnungen zwischen Himmel und Erde. Von einem alten Mann, den ein schlanker Birkenbaum mit Feuerholz und Gold beschenkt, von Kranichen, die sich nach einer Reise in den fernen Süden sehnen, von einem jungen Fischer, der im kalten Eismeer ein Skelett findet und von einem Stein, der den Tieren einen geselligen Abend verschafft. Vier kleine Theaterstücke aus Steinen und Knochen, aus Federn und Holz. Sie handeln von Menschen und Tieren, von Freiheit und Habgier, und vor allem von der wunderbaren Kraft der Liebe und der Gemeinschaft.

Die sieben Raben

nach dem Märchen der Brüder Grimm
Puppentheater ab 5 Jahre | Dauer: 55 Minuten

Regie: Frank Alexander Engel | Ausstattung: Kerstin Schmidt und Frank Alexander Engel
Es spielen: Kathrin Blüchert, Kristine Stahl, Heinrich Bennke, Tomas Mielentz / Martin Vogel

Die große Reise der kleinen Schwester

Nach sieben Jungen endlich ein Mädchen! Weil es so klein und schwach ist, schickt der besorgte Vater seine Söhne einen Krug Taufwasser holen. Doch der Krug fällt in den Brunnen und die Jungen trauen sich nicht nach Hause zurück. Der ungeduldige Vater ruft im Ärger: „Ich wollte, dass die Jungen alle zu Raben würden.“ Daraufhin verwandeln sich seine Söhne in schwarze Vögel und fliegen davon. Als die kleine Schwester groß genug ist, macht sie sich allein auf den Weg, die Brüder zu suchen. Ihre Reise führt sie bis ans Ende der Welt, wo die verzauberten Brüder in einem Glasberg leben und auf ihre Erlösung warten.

Die Inszenierung war im September 2017 eingeladen zum Weltfestival des Puppentheaters nach Charleville-Mézières in Frankreich.

Für Gastspiele und interessierte Schulklassen bieten wir die Inszenierung auch in englischer und französischer Sprache an.

Rumpelstilzchen

nach dem Märchen der Brüder Grimm | Spielfassung von Susanne Koschig
Puppentheater ab 5 Jahre | Dauer: 55 Minuten

Regie: Susanne Koschig
Bühne, Puppen, Kostüme: Bärbel Haage
Musik: Udo Hemmann
Es spielen: Tomas Mielentz, Maurice Voß

Von der Mühle zur Million

“Meine Tochter kann Stroh zu Gold spinnen!”, prahlt der Müller. Der goldgierige König droht der Müllerstochter mit dem Tod, wenn sie es nicht schafft, und dann will auch noch das Zaubermännchen ihr Kind haben – als Preis für seine Hilfe in der Not. Ob sich die Müllerstochter das alles gefallen lässt?

In unserer Bearbeitung des bekannten Märchens drehen sich die Räder, es wird gesponnen und gezaubert, es rumpelt und blitzt und es funkelt das Gold. Das Rumpelstilzchen tanzt und singt und saust umher, und die Kinder sind mittendrin, wenn es auf die Suche nach seinem Namen geht.

Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn

von Mark Twain | Spielfassung von Matthias Thieme
Puppentheater ab 8 Jahre | Dauer: 65 Minuten
Regie und Bühne: Matthias Thieme
Kostüme: Mila van Daag | Puppen: Kathrin Sellin
Es spielen: Kathrin Blüchert, Heinrich Bennke, Paul Günther, Martin Vogel

Die Geschichte zweier unangepasster Jungen

St. Petersburg, eine kleine Stadt an den Ufern des Mississippi. Die beiden Freunde Tom und Huck sorgen mit ihren Streichen immer wieder für Aufsehen und Ärger. Seit neuestem hat Tom ein Auge auf die brave Becky geworfen. Mit seinen Angebereien will er ihr imponieren. Er ahnt nicht, dass er dazu schneller Gelegenheit haben soll, als ihm lieb ist. Als sich Tom und Huck eines Nachts auf den Friedhof schleichen, werden die beiden Zeugen eines Mordes. Vor lauter Angst schwören sie, darüber zu schweigen. Doch bald nagt das Gewissen an Tom: Soll er sein Leben und seine Freundschaft zu Huck riskieren, um einen Unschuldigen zu retten?

Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor

von Joke van Leeuwen | Deutsch von Hanni Ehlers
Puppentheater ab 8 Jahre | Dauer: 60 Minuten

Regie und Spielfassung: Susanne Koschig
Ausstattung: Kathrin Sellin
Es spielt: Kathrin Blüchert

Die lange Reise eines mutigen Mädchens auf der Flucht vor dem Krieg

„Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor, wohnten wir woanders. Dort konnten alle ohne Mühe meinen Namen, in dem vier Ks vorkommen, aussprechen. Wo ich jetzt wohne, können die Leute das nicht. Deshalb sage ich jetzt erst mal, dass ich Toda heiße.“ So beginnt die Geschichte, die die inzwischen erwachsene Toda dem Publikum erzählt.

Bis der Krieg in ihrem Land ausbricht, lebt die kleine Toda glücklich zusammen mit ihrem Vater, der eine eigene Bäckerei hat. Doch dann muss er fort, um die einen gegen die anderen zu verteidigen. Er muss lernen, wie man ein Busch wird, um sich zu tarnen. Kurzfristig passt die Großmutter auf das Mädchen auf, doch als es zuhause zu gefährlich wird, soll Toda über die Grenze ins Nachbarland zu ihrer Mutter. Auf dem abenteuerlichen Weg dorthin trifft Toda auf verschiedene Menschen: einen geldgierigen Schlepper, eine überforderte Erzieherin, Kinder, die ihr Spielzeug herschenken sollen, einen Kommandanten, der nicht kommandieren kann.

Bei diesem Solo-Stück sitzen die Zuschauer mit auf der Bühne und werden selbst zu einem aktiven Teil der Geschichte. Im Anschluss an jede Vorstellung besteht die Möglichkeit zum Nachgespräch.

Die Inszenierung war eingeladen zum 14. bundesweiten Festival des Theaters für junges Publikum AUGENBLICK MAL! 2017 in Berlin.

Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes

von Finn-Ole Heinrich
Puppentheater ab 9 Jahre | Dauer: 55 Minuten

Regie und Bühne: Matthias Thieme
Puppe und Kostüme: Kathrin Sellin
Es spielt: Heinrich Bennke

Monolog für einen Reuber

"Nur wer den Reuber kennt, kennt wirklich den Wald. Man muss den Wald verstehen, wenn man den Reuber verstehen will."
Tief drinnen im Wald wohnt der Reuber. DER Reuber. Mit ‚eu’! Er grüllt, erschreckt Bären, raubt Spaziergänger aus, schießt mit Kastanien und stinkt die Socken voll. Es gibt viele schaurige Geschichten über ihn, aber kaum jemand kennt ihn wirklich. Ein junger Mann begibt sich allein auf eine Expedition ins Unbekannte, um den Reuber aufzuspüren. Im Mittelpunkt des Waldes erlebt er mit ihm zusammen sein größtes Abenteuer.

Diese Inszenierung wurde im Rahmen einer Projektförderung unterstützt durch die Sparkassenstiftung Erfurt.

Das kalte Herz

von Wilhelm Hauff
Puppentheater ab 10 Jahre | Dauer: 80 Minuten

Regie: Frank Alexander Engel
Puppen, Bühne: Kerstin Schmidt und Frank Alexander Engel | Musik und Sound: Nis Søgaard
Es spielen: Kathrin Blüchert, Kristine Stahl, Heinrich Bennke, Paul Günther, Tomas Mielentz

Was ist besser: Reichtum oder Verstand?

Der Köhlerjunge Peter Munk ist unzufrieden mit seiner schlecht bezahlten und wenig respektierten Arbeit. Er träumt davon, reich und angesehen zu sein. Zwei Zauberwesen des Schwarzwaldes könnten seine Wünsche erfüllen. Aber um welchen Preis? Das freundliche Glasmännlein verhilft Peter zu Reichtum und Ansehen, doch ohne den dazu gehörigen Verstand verliert Peter alles wieder. So bleibt ihm nur der Gang zum dämonischen Holländer-Michel. Doch der verlangt im Gegenzug für seine Hilfe Peters Herz aus Fleisch und Blut. Der Holländer-Michel tauscht es gegen ein Herz aus Stein aus, und er verspricht Peter: „Weder Angst noch Schrecken, weder törichtes Mitleiden noch anderer Jammer pocht an solch ein Herz.” Peter muss sich entscheiden, was ihm im Leben wichtig ist ...

Diese Inszenierung wurde im Rahmen einer Projektförderung unterstützt durch die Sparkassenstiftung Erfurt.

Animalisten

nach einer Idee von Frank Soehnle | Uraufführung
Puppentheater ab 12 Jahre | Dauer: 55 Minuten

Regie und Bühne: Frank Soehnle
Puppen: Kathrin Sellin | Kostüme: Mila van Daag
Komposition, Sound und musikalische Einstudierung: Johannes Frisch
Es spielen: Kathrin Blüchert, Maria-Elisabeth Wey, Heinrich Bennke, Tomas Mielentz, Maurice Voß

Metamorphosen auf dem roten Sofa mit Livemusik und Sounds, mit Loop-Station und ohne Worte

„Das Tier ist das Andere in uns“, wusste schon Georges Bataille. Die Darmstädter Künstlergruppe „Die Animalisten“ wollte um 1930 gar das Tierwerden der Menschen überwinden. In der skurril-theatralischen Versuchsanordnung von Frank Soehnle lässt sich das Theater Waidspeicher von dieser Idee inspirieren.

Fünf animalische Tierfreunde machen sich auf die Suche nach ihrem inneren Tier und stoßen auf Geheimnisvolles und Unerwartetes. Wo beginnt das Tier, wo hört der Mensch auf, und was hat dazwischen alles Platz? Die Frage, warum wir das Fremde im Tier so umstandslos akzeptieren, wird uns bei allem Gehechel, Geheule und Gestreichel auf einem roten Sofa zu denken geben.

Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

von Eric-Emmanuel Schmitt
Aus dem Französischen von Annette und Paul Bäcker
ab 12 Jahre | Dauer: 80 Minuten
Regie: Atif Mohammed Nor Hussein
Bühne, Kostüme, Puppen: Kathrin Sellin
Es spielt: Tomas Mielentz

Eine religionsübergreifende Parabel über Toleranz, Weisheit, Glück und eine ungewöhnliche Freundschaft.

Der elfjährige Momo wächst in Paris in einem jüdisch-orthodoxen Umfeld auf. Sein großväterlicher Freund und Lehrer wird der alte muslimische Kolonialwarenhändler Monsieur Ibrahim, den alle einen Araber nennen. Er begleitet Momo beim Erwachsenwerden. Denn Monsieur Ibrahim kennt die Geheimnisse des Glücks und des Lächelns. Das hilft selbst in den schwierigsten Situationen: im Männerhaushalt mit dem schwermütigen Vater, beim Konservenklauen und bei den Mädchen in der Rue de Paradis.

Die Inszenierung wurde im Rahmen einer Projektförderung unterstützt durch die Sparkassenstiftung Erfurt.

Atlas der abgelegenen Inseln

von Judith Schalansky
Puppentheater ab 14 Jahre | Dauer: 75 Minuten
Regie: Christian Georg Fuchs
Mediale Bühne: Raphael Köhler und Christian Scheibe / NIVRE Film & Studio GmbH
Puppen: Peter Lutz | Puppenkostüme: Gisa Kuhn
Es spielen: Heinrich Bennke, Paul Günther, Maurice Voß

Eine Entdeckungsreise zu fernen Orten

Dank Google Maps und Weltraumfotografie gibt es keinen Ort der Welt, von dem man nicht ein Bild machen kann. Durch digitale Augen können wir auf fast jede Insel blicken. Aber sind wir wirklich dort? Judith Schalansky hat sich in ihrem mehrfach preisgekrönten Buch der Welterkundung mittels Landkarten gewidmet: Berichte und Begebenheiten zu entlegenen Inseln auf unserer Erde, zu „Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde”, hat sie gesammelt. In einer theatralen Weltreise begeben wir uns auf zwölf dieser Inseln, an entlegene Schauplätze von Geschichte und Geschichten. In zwölf Minidramen erzählen wir von zwölf dieser Begebenheiten, und treffen dabei u. a. auf einen Schatzsucher, einen Vogelkundler, eine Sängerin, den Kaiser Napoleon, eine Flugpionierin, einen Polarforscher oder eine ausgestorbene Seekuh.