Abends zieht der Mond die Strümpfe aus

von Kristine Stahl | Uraufführung
Puppentheater ab 3 Jahre | Dauer: 40 Minuten
Regie, Bühne und Kostüme: Kristine Stahl
Mitarbeit Ausstattung: Nadine Wottke
Puppen: Kathrin Sellin

Es spielen: Kathrin Blüchert, Tomas Mielentz

Eine Geschichte über die Angst vor der Dunkelheit

„Papaaa. Ich kann nicht einschlafen!“ ruft Lene immer wieder aus dem Kinderzimmer. Irgendwann muss doch mal Schluss sein, denkt Papa. Doch wer will schon allein im Dunkeln sein? Allein mit all den Schatten an der Wand und den Strumpfungeheuern unterm Bett, die plötzlich lebendig werden? Wie gut, dass es den alten Mond gibt, der sich in der Nacht bestens auskennt und viele Geschichten zu erzählen weiß.

Die Inszenierung wurde im Rahmen einer Projektförderung unterstützt durch die Sparkassenstiftung Erfurt.

Rumpelstilzchen

nach dem Märchen der Brüder Grimm | Spielfassung von Susanne Koschig
Puppentheater ab 4 Jahre | Dauer: 50 Minuten

Regie: Susanne Koschig
Bühne, Puppen, Kostüme: Bärbel Haage
Musik: Udo Hemmann

Es spielen: Tomas Mielentz, Maurice Voß

Von der Mühle zur Million

“Meine Tochter kann Stroh zu Gold spinnen!”, prahlt der Müller. Der goldgierige König droht der Müllerstochter mit dem Tod, wenn sie es nicht schafft, und dann will auch noch das Zaubermännchen ihr Kind haben – als Preis für seine Hilfe in der Not. Ob sich die Müllerstochter das alles gefallen lässt?

In unserer Bearbeitung des bekannten Märchens drehen sich die Räder, es wird gesponnen und gezaubert, es rumpelt und blitzt und es funkelt das Gold. Das Rumpelstilzchen tanzt und singt und saust umher, und die Kinder sind mittendrin, wenn es auf die Suche nach seinem Namen geht.

Ritter Tristan und Prinzessin Isolde

nach der Oper von Richard Wagner | Spielfassung von Christian Georg Fuchs
Puppentheater ab 5 Jahre | Dauer: 40 min
Regie, Bühne, Kostüme: Christian Georg Fuchs
Puppen: Carsten Bürger

Es spielen: Karoline Vogel, Heinrich Bennke

Richard Wagners Musik in einer Geschichte für Kinder

Berühmt wurde die mittelalterliche Verserzählung von „Tristan und Isolde“ durch die Oper von Richard Wagner. In unserer Inszenierung erzählen wir sie für Kinder als Geschichte einer Freundschaft von zwei Kindern im Hier und Jetzt. Der Junge Tristan begegnet auf dem Spielplatz dem Mädchen Isolde. Gemeinsam erschaffen sie eine eigene Welt der Träume. Eine Welt, in der sie ungestört zusammen sein können.

Die sieben Raben

nach dem Märchen der Brüder Grimm
Puppentheater ab 5 Jahre | Dauer: 55 Minuten
Regie: Frank Alexander Engel
Ausstattung: Kerstin Schmidt und Frank Alexander Engel

Es spielen: Kathrin Blüchert, Kristine Stahl, Heinrich Bennke, Tomas Mielentz / Martin Vogel

Die große Reise der kleinen Schwester

Nach sieben Jungen endlich ein Mädchen! Weil es so klein und schwach ist, schickt der besorgte Vater seine Söhne einen Krug Taufwasser holen. Doch der Krug fällt in den Brunnen und die Jungen trauen sich nicht nach Hause zurück. Der ungeduldige Vater ruft im Ärger: „Ich wollte, dass die Jungen alle zu Raben würden.“ Daraufhin verwandeln sich seine Söhne in schwarze Vögel und fliegen davon. Als die kleine Schwester groß genug ist, macht sie sich allein auf den Weg, die Brüder zu suchen. Ihre Reise führt sie bis ans Ende der Welt, wo die verzauberten Brüder in einem Glasberg leben und auf ihre Erlösung warten.

Die Inszenierung war im September 2017 eingeladen zum Weltfestival des Puppentheaters nach Charleville-Mézières in Frankreich.

Für Gastspiele und interessierte Schulklassen bieten wir die Inszenierung auch in englischer und französischer Sprache an.

Vier Märchen von Himmel und Erde

aus Frankreich, Grönland, Russland und Nordamerika | in einer Spielfassung von Martin Vogel
Uraufführung | Puppentheater ab 5 Jahre | Dauer: 70 Minuten
„Steinsuppe” von Anaïs Vaugelade, aus dem Französischen von Tobias Scheffel
„Die Knochenfrau” nach Motiven eines Märchens der Inuit
„Die schlanke Birke” nach einem russischen Märchen
„Die goldenen Kraniche” nach einem nordamerikanischen Indianermärchen

Regie: Martin Vogel
Gesamtausstattung: Nadine Wottke
Komposition, Sound und Musikalische Einstudierung: Andres Böhmer

Es spielen: Kathrin Blüchert / Karoline Vogel, Paul Günther, Tomas Mielentz, Maurice Voß

Vier Geschichten. Vier Puppenspieler. Vier Märchen aus vier Himmelsrichtungen erzählen von Begegnungen zwischen Himmel und Erde. Von einem alten Mann, den ein schlanker Birkenbaum mit Feuerholz und Gold beschenkt, von Kranichen, die sich nach einer Reise in den fernen Süden sehnen, von einem jungen Fischer, der im kalten Eismeer ein Skelett findet und von einem Stein, der den Tieren einen geselligen Abend verschafft. Vier kleine Theaterstücke aus Steinen und Knochen, aus Federn und Holz. Sie handeln von Menschen und Tieren, von Freiheit und Habgier, und vor allem von der wunderbaren Kraft der Liebe und der Gemeinschaft.

Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor

von Joke van Leeuwen | Deutsch von Hanni Ehlers
Puppentheater ab 8 Jahre | Dauer: 60 Minuten

Regie und Spielfassung: Susanne Koschig
Ausstattung: Kathrin Sellin

Es spielt: Kathrin Blüchert

Die lange Reise eines mutigen Mädchens auf der Flucht vor dem Krieg

„Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor, wohnten wir woanders. Dort konnten alle ohne Mühe meinen Namen, in dem vier Ks vorkommen, aussprechen. Wo ich jetzt wohne, können die Leute das nicht. Deshalb sage ich jetzt erst mal, dass ich Toda heiße.“ So beginnt die Geschichte, die die inzwischen erwachsene Toda dem Publikum erzählt.

Bis der Krieg in ihrem Land ausbricht, lebt die kleine Toda glücklich zusammen mit ihrem Vater, der eine eigene Bäckerei hat. Doch dann muss er fort, um die einen gegen die anderen zu verteidigen. Er muss lernen, wie man ein Busch wird, um sich zu tarnen. Kurzfristig passt die Großmutter auf das Mädchen auf, doch als es zuhause zu gefährlich wird, soll Toda über die Grenze ins Nachbarland zu ihrer Mutter. Auf dem abenteuerlichen Weg dorthin trifft Toda auf verschiedene Menschen: einen geldgierigen Schlepper, eine überforderte Erzieherin, Kinder, die ihr Spielzeug herschenken sollen, einen Kommandanten, der nicht kommandieren kann.

Bei diesem Solo-Stück sitzen die Zuschauer mit auf der Bühne und werden selbst zu einem aktiven Teil der Geschichte. Im Anschluss an jede Vorstellung besteht die Möglichkeit zum Nachgespräch.

Die Inszenierung war eingeladen zum 14. bundesweiten Festival des Theaters für junges Publikum AUGENBLICK MAL! 2017 in Berlin.

Pinocchio

nach Carlo Collodi | in einer Spielfassung von Frank Alexander Engel
Puppentheater ab 8 Jahre | Dauer: 65 Minuten
Regie: Frank Alexander Engel
Puppen und Bühne: Kerstin Schmidt und Frank Alexander Engel
Musik und Sound: Sebastian Herzfeld

Es spielen: Heinrich Bennke, Tomas Mielentz

Die Abenteuer der berühmten Holzpuppe im Widerstreit zwischen Pflicht und Neigung

Der Holzschnitzer Geppetto schafft sich aus einem Stück Holz eine Puppe – sie soll sein Sohn Pinocchio werden und für sein Auskommen sorgen. Doch Pinocchio bleibt nicht brav beim Vater zu Hause, sondern rennt fort. Alle Mahnungen missachtend, stürzt er sich voll Neugier und Lebenshunger auf die Verlockungen der weiten Welt. Denn ist es nicht viel aufregender, ins Puppentheater zu gehen als in der Schule herumzusitzen? Ohne Wissen über die Welt wird Pinocchio zum Spielball zwischen Gut und Böse. Er fällt auf falsche Versprechen herein und verstrickt sich in Lügengeschichten. Wird es ihm nach seinen vielen Abenteuern am Ende gelingen, ein echter Junge zu werden?

Die Inszenierung wurde im Rahmen einer Projektförderung unterstützt durch die Sparkassenstiftung Erfurt.

Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes

von Finn-Ole Heinrich
Puppentheater ab 9 Jahre | Dauer: 55 min
Regie und Bühne: Matthias Thieme
Puppe und Kostüme: Kathrin Sellin

Es spielt: Heinrich Bennke

Monolog für einen „Reuber“

„Nur wer den Reuber kennt, kennt wirklich den Wald. Man muss den Wald verstehen, wenn man den Reuber verstehen will.“
Tief drinnen im Wald wohnt der Reuber. DER Reuber. Mit ‚eu’! Er grüllt, erschreckt Bären, raubt Spaziergänger aus, schießt mit Kastanien und stinkt die Socken voll. Es gibt viele schaurige Geschichten über ihn, aber kaum jemand kennt ihn wirklich. Ein junger Mann begibt sich allein auf eine Expedition ins Unbekannte, um den Reuber aufzuspüren. Im Mittelpunkt des Waldes erlebt er mit ihm zusammen sein größtes Abenteuer.

Diese Inszenierung wurde im Rahmen einer Projektförderung unterstützt durch die Sparkassenstiftung Erfurt.

Das kalte Herz

von Wilhelm Hauff
Puppentheater ab 10 Jahre | Dauer: 80 Minuten

Regie: Frank Alexander Engel
Puppen, Bühne: Kerstin Schmidt und Frank Alexander Engel
Musik und Sound: Nis Søgaard

Es spielen: Kathrin Blüchert, Kristine Stahl, Heinrich Bennke, Paul Günther, Tomas Mielentz

Was ist besser: Reichtum oder Verstand?

Der Köhlerjunge Peter Munk ist unzufrieden mit seiner schlecht bezahlten und wenig respektierten Arbeit. Er träumt davon, reich und angesehen zu sein. Zwei Zauberwesen des Schwarzwaldes könnten seine Wünsche erfüllen. Aber um welchen Preis? Die Gaben des guten Glasmännleins verspielt Peter im Wirtshaus, sodass ihm nur noch der dämonische Holländer-Michel helfen kann. Doch der verlangt dafür Peters Herz aus Fleisch und Blut. Der Holländer-Michel tauscht es gegen ein Herz aus Stein aus, und er verspricht Peter: „Weder Angst noch Schrecken, weder törichtes Mitleiden noch anderer Jammer pocht an solch ein Herz.” Peter muss sich entscheiden, was ihm im Leben wichtig ist …

Diese Inszenierung wurde im Rahmen einer Projektförderung unterstützt durch die Sparkassenstiftung Erfurt.

Animalisten

nach einer Idee von Frank Soehnle | Uraufführung
Puppentheater ab 12 Jahre | Dauer: 55 Minuten

Regie und Bühne: Frank Soehnle
Puppen: Kathrin Sellin
Kostüme: Mila van Daag
Komposition, Sound und Musikalische Einstudierung: Johannes Frisch

Es spielen: Kathrin Blüchert, Maria-Elisabeth Wey, Heinrich Bennke, Tomas Mielentz, Maurice Voß

Metamorphosen auf dem roten Sofa mit Livemusik und Sounds, mit Loop-Station und ohne Worte

„Das Tier ist das Andere in uns“, wusste schon Georges Bataille. Die Darmstädter Künstlergruppe „Die Animalisten“ wollte um 1930 gar das Tierwerden der Menschen überwinden. In der skurril-theatralischen Versuchsanordnung von Frank Soehnle lässt sich das Theater Waidspeicher von dieser Idee inspirieren.

Fünf animalische Tierfreunde machen sich auf die Suche nach ihrem inneren Tier und stoßen auf Geheimnisvolles und Unerwartetes. Wo beginnt das Tier, wo hört der Mensch auf, und was hat dazwischen alles Platz? Die Frage, warum wir das Fremde im Tier so umstandslos akzeptieren, wird uns bei allem Gehechel, Geheule und Gestreichel auf einem roten Sofa zu denken geben.

Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

von Eric-Emmanuel Schmitt
aus dem Französischen von Annette & Paul Bäcker
Objekttheater ab 12 Jahre | Dauer: 80 Minuten
Regie: Atif Mohammed Nor Hussein
Gesamtausstattung: Kathrin Sellin

Es spielt: Tomas Mielentz

Eine religionsübergreifende Parabel über Toleranz, Weisheit, Glück und eine ungewöhnliche Freundschaft

Der elfjährige Momo wächst in Paris in einem jüdisch-orthodoxen Umfeld auf. Sein großväterlicher Freund und Lehrer wird der alte muslimische Kolonialwarenhändler Monsieur Ibrahim, den alle einen Araber nennen. Er begleitet Momo beim Erwachsenwerden. Denn Monsieur Ibrahim kennt die Geheimnisse des Glücks und des Lächelns. Das hilft selbst in den schwierigsten Situationen: im Männerhaushalt mit dem schwermütigen Vater, beim Konservenklauen und bei den Mädchen in der Rue de Paradis.

Die Inszenierung wurde im Rahmen einer Projektförderung unterstützt durch die Sparkassenstiftung Erfurt.

Atlas der abgelegenen Inseln

von Judith Schalansky
Puppentheater ab 14 Jahre | Dauer: 75 min
Regie: Christian Georg Fuchs
Mediale Bühne: Raphael Köhler und Christian Scheibe / NIVRE Film & Studio GmbH
Puppen: Peter Lutz
Puppenkostüme: Gisa Kuhn

Es spielen: Heinrich Bennke, Paul Günther, Maurice Voß

Eine Entdeckungsreise zu fernen Orten

Dank Google Maps und Weltraumfotografie gibt es keinen Ort der Welt, von dem man nicht ein Bild machen kann. Durch digitale Augen können wir auf fast jede Insel blicken. Aber sind wir wirklich dort? Judith Schalansky hat sich in ihrem mehrfach preisgekrönten Buch der Welterkundung mittels Landkarten gewidmet: Berichte und Begebenheiten zu entlegenen Inseln auf unserer Erde, zu „Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde”, hat sie gesammelt. In einer theatralen Weltreise begeben wir uns auf zwölf dieser Inseln, an entlegene Schauplätze von Geschichte und Geschichten. In zwölf Minidramen erzählen wir von zwölf dieser Begebenheiten, und treffen dabei u. a. auf einen Schatzsucher, einen Vogelkundler, eine Sängerin, den Kaiser Napoleon, eine Flugpionierin, einen Polarforscher oder eine ausgestorbene Seekuh.

Der Meister und Margarita

von Michail Bulgakow
aus dem Russischen von Thomas Reschke | Spielfassung von Frank Alexander Engel
Schauspiel mit Puppen ab 16 Jahre | Dauer: 150 min (inkl. Pause)
Regie: Frank Alexander Engel
Bühne, Puppen und Kostüme: Kerstin Schmidt und Frank Alexander Engel
Musik, Sound und Musikalische Einstudierung: Christian Claas

Es spielen: Kathrin Blüchert, Karoline Vogel, Paul Günther, Tomas Mielentz, Martin Vogel

In Moskau ist der Teufel los

Zwölf Jahre schrieb Michail Bulgakow an seinem Meisterwerk, das – von der Zensur gekürzt – erstmals 1966/67 erscheinen durfte und seitdem weit über die Grenzen Russlands hinaus Kultstatus genießt. Der Teufel persönlich erscheint mit seinen Gehilfen und mischt Stalins Moskau der 30er Jahre auf. Ein sprechender Kater fährt Straßenbahn, im Varietétheater verschwinden Menschen und Geldscheine, im dekadenten Literatenclub fehlt der Vorsitzende, ein Schriftsteller schreibt ein Buch über Pontius Pilatus und trifft die große Liebe, Margarita wird zur Hexe und fliegt in der Nacht über Moskau. Gut und Böse, Gott und Teufel, Leben und Tod treffen in dieser faustischen Geschichte aufeinander.

Die Vielfalt der Puppenwelt

Konzeption: Susanne Koschig
ab 5 Jahre | Dauer: 60 min
mit Susanne Koschig, Katharina Patzelt und Andreas Herrlich

Handpuppen, Marionetten, Stabfiguren, Vierfüßler, Tischfiguren und Klappmäuler

Wir zeigen, wie Hände zu Figuren und Dinge zum Leben erweckt werden; wir stellen Puppenarten und Spieltechniken vor, die im Anschluss selbst ausprobiert werden können. Mit dabei sind zahlreiche Puppen aus dem Fundus des Theaters Waidspeicher, die sich freuen, einmal wieder auf der Bühne zu sein. Auch unsere Bühnentechnik ist dabei. Mit Blitzlicht und Donnerblech, Wind- und Nebelmaschine können kleine und große Besucher miterleben, wie Theatereffekte entstehen.